Weidt/Konrad feiern Sieg im DUNLOP 60

Datum: 21. Mai 2017
Suzanne Weidt und Martin Konrad zeigten beim DUNLOP 60 noch einmal die Qualitäten des Lamborghini Huracan GT3. Das gemischte Doppel fuhr mit über 35 Sekunden Vorsprung vor Oliver Freymuth im Renault R.S.01 über die Ziellinie. Den letzten Podestplatz sicherte sich Mario Plachutta auf Mercedes-AMG GT3.

Das DUNLOP 60 stellte die Fahrer vor besondere Herausforderungen, startete man doch gemeinsam mit der FIA CEZ Endurance Serie. Zumindest zu Beginn des Rennens waren über 30 Fahrzeuge auf der Strecke. "Man musste sich durchmogeln. Und das ohne Beulen", so Jack Crow, der sich das Cockpit einer Corvette mit Markus Alber teilte. Doch die Schnellsten des DMV GTC fuhren zunächst an der Spitze des Gesamtfeldes.

In der Anfangsphase setzte sich erst einmal Martin Konrad im Lamborghini Huracan GT3 gegen die Polesetter Antonin Herbeck/Dennis Waszek auf dem Pagani Zonda GR durch. Doch in der dritten Runde wurden die bis dato herrschenden Kräfteverhältnisse wieder hergestellt. Der Pagani Zonda übernahm die Führung und baute in den folgenden Runden seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Bis zur 20. Runde sah das feuerrote Spielmobil wie der sichere Sieger aus. Dann bog es in die Boxengasse ab und kam zunächst nicht wieder.

So erbte Martin Konrad im Lamborghini (Spirit Racing) den ersten Platz, der als einer der Letzten die Boxen ansteuerte und den Lambo ohne Führungsverlust an Suzanne Weidt übergeben konnte. Irgendwann fand auch der Pagani Zonda zurück auf die Strecke und arbeitete sich von Platz 11 auf Rang 3 vor. Vier Runden vor Schluss rollte die Flunder jedoch saft- und kraftlos am Streckenrand aus.

Die Abteilung Attacke wurde derweil von Egon Allgäuer im Audi R8 LMS angeführt. Der Liebhaber krummer Stumpen hatte das Auto von Tommy Tulpe übernommen. Dessen Stint verlief zunächst suboptimal. "Ich hatte mir in einer Öllache die Reifen kaputt gemacht und brauchte zehn Runden, bis sie wieder griffen", so Tulpe. Allgäuer kämpfte sich zunächst bis auf den zweiten Rang vor und verkürzte Runde um Runde den Rückstand auf Suzanne Weidt im Lamborghini. Nach zehn weiteren Umläufen schien Allgäuer am Ziel und ging in Führung. Der Platz an der Sonne war ihm jedoch nur kurz vergönnt. Nach nur drei Runden an der Spitze ging dem Audi in der 36. von 39 Runden die Puste aus. "Zündaussetzer oder Probleme mit dem Benzin", so die erste Diagnose von Tommy Tulpe. Später gaben die Mechaniker noch zu Protokoll, dass der Audi ins Notprogramm ging und man keinen Reset mehr durchführen konnte. "Dann geht nichts mehr, da sonst die Gefahr eines kapitalen Motorschadens besteht", so Renningenieur Sebastian Amossé, der diesmal ebenfalls ins Steuer bei HCB Rutronik Racing griff.

Nach den Boxenstopps geriet das Ergebnis etwas durcheinander. So dauerte der Fahrerwechsel von Sebastian Amosse auf Evi Eizenhammer eine volle Minute länger als vorgesehen. "Genau an unserer Box war der Unfall", so die Rennamazone.

Was die Zuschauer nicht mitbekommen hatten: In der Hektik der Boxenstopps zur Halbzeit des Rennens hatte ein Teilnehmer einen Fotografen erfasst. Das sportliche Geschehen geriet hierdurch in den Hintergrund. Zum Glück war der Unfall nicht so schlimm wie er aussah. Noch am Abend gab es Entwarnung. Alles noch dran, keine Brüche, keine schwerwiegenden inneren Verletzungen. Stattdesssen Verdacht auf eine Gehirnerschütterung, Prellungen und Schwellungen. Nichts was die Zeit und eine genügend große Portion Eisbeutel nicht heilen könnten.

Den Sieg in der Klasse 8 errang Lokalmatador Mario Plachutta auf Mercedes-AMG GT3 vor dem Duo Markus Alber / Jack Crow auf der Corvette Z.06R GT3. "Ich hatte hier an diesem Wochenende viel Spaß", so der Wiener Plachutta, der tolle Rennen im Team von Lechner Racing zeigte.

In der Klasse 7 war Thomas Langer auf Porsche 991 GT3 Cup vor dem Duo Klaus Horn / Pablo Briones (Porsche 997 GT3 Cup) erfolgreich. In der Klasse 3 siegten Max Aschoff / Ales Jirasek vor Jay Boyd auf Norma M20 FC, dem einzigen Prototypen im Starterfeld.

Martin Konrad, Lamborghini Huracan GT3
"Wir sind mit dem Rennen zufrieden. Im DUNLOP 60 sind wir Gesamterster. Wir sind happy. Das Auto hat durchgehalten. Die Dunlop-Reifen sind wirklich gut. Mit denen kann man eine Stunde durchfahren. Großen Dank an meine Teamkollegin Suzanne Weidt., dass sie das Rennen so souverän nach Hause gefahren hat."

Tommy Tulpe, Audi R8 LMS
"Am Anfang des Rennens war es schon kurios. Wir hatten eine Riesen-Öllache hier, bei der ich mir die Reifen kaputt gemacht habe. Ich habe bestimmt zehn Runden gebraucht, bis es wieder lief. Ich konnte mich dann nach vorne arbeiten. Die Reifen wurden wieder besser. Ich habe das Fahrzeug dann an Egon (Allgäuer) übergeben. Egon war phantastisch unterwegs. Von hinten hat er das Feld aufgerollt. Er kam bis auf Platz 1. Dann hatten wir Zündaussetzer oder Benzinprobleme. Dadurch haben wir das Rennen verloren. Das kann passieren."

Evi Eizenhammer, Audi R8 LMS
"Sebastian Amosse ist phantastisch gefahren. Er war auf Platz 4. Wir haben dann den Boxenstopp vergeigt. Das war auch sehr schwierig, weil der Unfall vor uns war. Wir haben dann eine Minute zu lang gestanden. Dadurch sind wir im Gesamtklassement abgerutscht. Aber wichtig war, dass mit dem Fotografen im nachhinein alles in Ordnung war."

Jack Crow, Corvette Z.06R GT3
"Superklasse heute. Es hat mir einen Riesenspaß gemacht, heute zum ersten Mal auf der Corvette zu fahren. Wir sind mit dem Ergebnis - Zweiter in der Klasse - sehr zufrieden. Im Rennen ging es sehr turbulent zu. Aufgrund der größeren Leistungsunterschiede war das Feld teilweise sehr kompakt. Man musste sich durchmogeln und das ganze möglichst ohne Beulen."

Thomas Langer, Porsche 991 GT3 Cup
"Am Anfang war es nicht einfach. Klaus Horn hat unheimlich gepusht. Es war schwer, ihn hinter mir zu halten."

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