Markus Pommer feiert zweiten Sieg am Wochenende

Datum: 9. April 2017
Zwei Siege in vier Stunden - dieses Kunststück gelang Markus Pommer an diesem Sonntag. Sein zweiter Tagessieg fiel noch deutlicher aus als jener am Morgen. Am Ende distanzierte er den Zweitplatzierten Martin Konrad um über 36 Sekunden. Der Drittplatzierte Tommy Tulpe folgte mit einem Rückstand von weiteren 13 Sekunden. Den vierten Rang belegte Porsche-Pilot Benni Hey.

Für Markus Pommer sollte das Rennen bis zum Beginn der Überrundungen eher eine Art Einzelzeitfahren werden. Innerhalb weniger Runden brachte er sich ausser Sichtweite. Deutlich lebhafter ging es hinter dem Führenden zu. Tommy Tulpe lieferte sich ein hartes Duell mit Martin Konrad. In Runde 7 gelang es dem Lamborghini-Piloten, an Tulpe vorbeizugehen. "Eigentlich wollte ich noch einmal attackieren", meinte der Audi-Fahrer nach dem Rennen. Doch dazu sollte es nicht mehr kommen. Tulpe rutschte in der zweiten Rennhälfte auf einer Ölspur aus. Er konnte zwar weiter fahren, hatte aber keine Chance mehr, Konrad einzuholen. Damit war er glimpflich davon gekommen. Ganz anders sein Teamkollege Georg Allgäuer. Der rutschte beim Anbremsen der Parabolica richtig auf dem Schmierfilm aus und mußte das Rennen beenden. Allgäuer hatte sich über mehrere Runden einen Zweikampf mit Max Aschoff im Praga R 1 Turbo geliefert, der eher Letztgenannten begeisterte. "Das hat richtig Laune gemacht." Allgäuer war nicht ganz so euphorisch: "Durch das Duell mit dem Praga habe ich den Anschluss nach vorn verloren. Der ist in den Ecken ja wirklich schnell." Porsche-Pilot Benni Hey freute sich über seinen vierten Rang und den Sieg in der Klasse 8. "Der Klassensieg ist wichtig."


Markus Pommer, Audi R8 LMS:
"Ich hatte einen guten Start. Ich konnte gleich einen Vorsprung herausfahren. Am Schluss war Öl oder ähnliches auf der Strecke. Ich hatte ein paar heikle Situationen und habe es nach Hause gerettet. Wir haben gegenüber dem ersten Rennen auch Änderungen am Auto vorgenommen. Die waren auch wichtig, weil das Auto jetzt auf der Hinterachse besser ist. Dafür war jetzt die Strecke schwieriger, gerade im Hinblick auf die Hitze. Wenn es hier in Hockenheim heiß wird, geht die Hinterachse ganz schnell weg."

Martin Konrad, Lamborghini Huracan GT3:
"Meine Erfahrung von heute: Zwei Rennen kann man mit Soft-Reifen nicht fahren. Die Zeiten sind brutal eingebrochen. Ich habe zum Glück Platz 3 ins Ziel gerettet. Wo Tommy Tulpe den Anschluß verloren hat, weiß ich nicht. Als wir aus der Spitzkehre kamen, war er plötzlich weg. Auch wenn er sich nicht gedreht hätte, glaube ich, daß ich den zweiten Platz hätte halten können."

Tommy Tulpe, Audi R8 LMS:
"Der Lambo hatte mehr Probleme mit den Reifen als ich. Eigentlich wollte ich noch einmal angreifen. Ich hatte aber einen Dreher.. Ich bin auf eine Ölspur an der Spitzkehre gekommen. Ich war ganz langsam, vielleicht 20 km/h. Der Lambo war danach jedenfalls weg."

Benni Hey, Porsche 991 GT3 R:
"Der Klassensieg ist wichtig. Ich hatte einen guten Start, allerdings auch ein paar Berührungen. Ich konnte sogar bis zur Rennmitte mit den vorderen Autos mithalten. Dann ließen aber die Reifen nach und ich hab das Auto lieber sicher nach Hause gefahren."

Max Aschoff, Praga R1 Turbo:
"Es war blöd, daß wir wegen des misslungenen Qualifyings von so weit hinten starten mussten. Die ersten zehn Runden waren geprägt von einigen Positionswechseln. Das hat richtig Laune gemacht. Als das erledigt war, hatte ich einige Runden freie Fahrt. Man konnte sehen, daß die Pace vom Auto echt gut war. Wenn das Qualifying besser gewesen wäre, wäre vielleicht ein Platz mehr drin gewesen."

Egon Allgäuer, Audi R8 LMS:
"Ich bin am Anfang durch einen Zweikampf mit dem Praga aufgehalten worden. Dadurch habe ich den Anschluss nach vorne verloren und wollte das Rennen eigentlich ruhig nach Hause fahren. Ich habe schon früher gebremst als nötig. Beim Anbremsen der Parabolica ist das Heck ausgebrochen. Da lag offensichtlich Öl."

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