Datum: 29.07.2017
Ales Jirasek gewinnt Rennen eins in seiner Heimat

Das Siegerpodest von Rennen 1 in Most: Tommy Tulpe, Thomas Liebrich, Ales Jirasek und Benni Hey (Foto Farid Wagner/Roger Frauenrath)

Sieg für Praga Cars und Ales Jirasek (Foto Farid Wagner/Roger Frauenrath)

Klassensieg und Gesamtplatz zwei für Tommy Tulpe in Rennen 1 in Most (Foto Farid Wagner/Roger Frauenrath)

Benni Hey lieferte sich einen rundenlangen Zweikampf mit Egon Allgäuer (Foto Farid Wagner/Roger Frauenrath)

Egon Allgäuer (hier mit Rahel Frey) kam auf Platz vier ins Ziel (Foto Farid Wagner/Roger Frauenrath)

Antonin Herbeck führte zu Beginn und musste dann einen Ausfall hinnehmen (Foto Farid Wagner/Roger Frauenrath)
Ein spannendes und ereignisreiches Rennen 1 gab es am Samstagmorgen auf dem Autodrom in Most, in dem sich der Lokalmatador Ales Jirasek im Praga R1 Turbo den Sieg vor Tommy Tulpe holte.

Lange konnte Tommy Tulpe das Rennen anführen und Jirasek auf Distanz halten. 10 Minuten vor Ende des 11. Saisonlaufes des DMV GTC musste der Pilot des Audi R8 LMS von HCB Rutronik Racing den Tschechen aber dann passieren lassen und freute sich am Ende über Platz zwei in der Gesamtwertung. Der Podiumsplatz bedeutet aber gleichzeitig, dass Tulpe in der Klasse 10 ganz oben auf dem Treppchen stand und damit volle Punkte in der Meisterschaft erhielt.

Dahinter tobte fast von Beginn an ein Zweikampf zwischen Benni Hey (Porsche 991 GT3 R) und Egon Allgäuer (Audi R8 LMS ultra). Nachdem Jirasek im Praga an dem Duo vorbei war und sich an die Verfolgung von Tommy Tulpe machte, war der Weg zum Showdown zwischen dem Porsche und Audi frei. Schon gegen Mitte des Rennens meldete Allgäuer kleinere Probleme an der Hinterachse, konnte durch harten Kampf aber Benni Hey weiter hinter sich lassen. Sechs Runden vor der Zielflagge dachte man dann schon, dass sich Benni Hey vorbeigepresst hatte, doch Allgäuer konterte im Kurvengeschlängel abermals und wehrte sich weiter. Doch in der der letzten Runde war es dann sowei. Mit abbauenden Reifen verbremste sich der Audi etwas und somit kam Benni Hey auf Platz drei ins Ziel und gewann die Klasse vor Allgäuer. "Das hat Spaß gemacht und natürlich freue ich mich sehr über den Sieg. Dazu noch volle Punkte für die Meisterschaft."

Ganz stark unterwegs war wieder einmal Evi Eizenhammer. Mit dem in der Klasse 10 startenden Audi R8 LMS von HCB Rutronik Racing kam sie auf dem 4,212 Kilometer langen Kurs in Most bestens zurecht und holte sich Platz zwei in der Klasse. Dazu kam sie noch auf den hervorragenden fünften Platz im Gesamtklassement. "Ein tolles Rennen mit einer anderen Ausgangslage. Ich wurde lange Zeit von Dennis Waszek gejagt und musste mich wehren. Sonst bin ich eigentlich dahinter."

Für Waszek wäre vielleicht mehr möglich gewesen. Doch er hatte Anfang des Rennens Probleme mit dem Getriebe und drehte sich. Dadurch musste er eine Aufholjagd von hinten beginnen, die den Ferrari 430 bis auf Platz sechs brachte. Platz sieben ging an den Österreicher Alois Rieder im Porsche 997 GT3 R, der in der Klasse 8 hinter Hey und Allgäuer auf Rang drei fuhr und damit gute Meisterschaftspunkte sammelte. In der Pro AM-Wertung konnte er zusätzlich vor Andy Prinz (Audi R8 LMS ultra) gewinnen.

Die Pro AM-Wertung der Klasse 10 gewann Bernhard Henzel im Audi R8 LMS BE2.

Pech hatten Antonin Herbeck, Max Aschoff und Karlheinz Blessing. Schon kurz nach dem Start waren ihre Rennen beendet. "Wir hatten ein Problem mit den Gängen beim Porsche 991 GT3 Cup", so Blessing. "Ich habe das schon beim Qualifying am Morgen bemerkt und auch bei der Fahrt zur Startaufstellung. Am Ende ging es nicht mehr." In der Klasse 7 gewann somit abermals Thomas Langer im Porsche 991 GT3 Cup.

Bei Max Aschoff war es ein Rennunfall kurz nach dem Start, als er von Benni Hey berührt wurde und sich dadurch ins Kiesbett drehte. Schade, denn eine vordere Position wäre absolut möglich gewesen. "Wir haben letzten Jahr hier in Most unser allererstes Rennen überhaupt bestritten. Wäre natürlich schön gewesen, wenn wir ins Ziel gekommen wären. Aber so gibt es ja noch Rennen 2 und gestern waren wir ja im DUNLOP 60 schon Dritter der Gesamtwertung", so Max Aschoff.

Das größte Pech hatte aber sicherlich Antonin Herbeck. Bei seinem Heimrennen führte err das Feld an und konnte seinen Vorsprung zu Beginn sogar ausbauen. Dann allerdings drehte er sich und dabei ging das Auto aus: "Ich bekam es zunächst nicht mehr an und dann war das Rennen gelaufen", so Herbeck.

Rennen 2 des DMV GTC in Most wird um 13.10 Uhr gestartet.
Weiterführende Links: Alle Ergebnisse zum Wochenende
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