Pagani Zonda rockt das erste Qualifying

Datum: 18. Mai 2018
Mit rund zehn Minuten Verspätung im Tagesplan nahmen 29 Boliden am späten Vormittag das erste Qualifying zum DMV GTC auf dem österreichischen Red Bull Ring auf. Sechs Trainingsrunden später gab es einen Bestwert von 1:28.996 Minuten, der auch bis zum Fallen der schwarzweiß-karierten Flagge nicht mehr übertroffen worden ist: Im von Audi, Mercedes und Porsche zahlenmäßig dominierten Teilnehmerfeld liegt damit der Tscheche Antonin Herbeck mit seinem auffälligen Pagani Zonda vom Team Rock Robots ganz vorn.

„Es war schwierig heute durch die vielen Fahrzeuge auf der Strecke, selbst meine schnellste Runde verlief nicht ideal. Ich denke, ich kann noch schneller sein. Trotzdem gilt für mich: je mehr Wettbewerb, desto besser!“, zeigte sich der Trainingsschnellste Antonin Herbeck im Anschluss zufrieden. Auf ihn folgen Fabian Plentz im Rutronik-Audi R8 LMS (1:29,310 Minuten) sowie Kenneth Heyer im Mercedes-AMG GT3 der équipe vitesse (1:29,489 Minuten): Die Spitze des morgendlichen freien Fahrens hat sich somit lediglich leicht durchmischt.

‚Benni Hey‘, dem Mann mit Pseudonym im von Schütz Motorsport betreuten Porsche 991 GT3 R der ersten Entwicklungsstufe, bringt seine schnellste Runde von 1:29,745 Minuten den vierten Startplatz des ersten Rennens ein, das am Samstagvormittag ausgetragen werden wird. Dicht auf dicht geht es mit 1:30er-Rundenzeiten weiter: Christian Malcharek zeigt mit 1:30.098 Minuten an fünfter Position liegend – wie zuvor angekündigt –, dass er es als erfahrener Motorsportler mit der Spitze aufnehmen kann. Auf den Rängen sechs bis neun finden sich Mario Hirsch (Mercedes-AMG GT3, 1:30.461 Minuten), ‚Tommy Tulpe‘ (Audi R8 LMS, 1:31.030 Minuten), Adam Osieka (Porsche 911 GT3 R Typ 991, 1:31.212 Minuten) und Toni Wolf (Porsche 911 GT3 Cup, 1:31.665 Minuten). Die Top-Ten komplettiert Corvette-Fahrer Markus Alber mit seiner schnellsten Rundenzeit von 1:31.675 Minuten.

Auf Platz elf beginnt die Frauenpower: Evi Eizenhammer im Audi R8 LMS verbessert ihre morgendliche Trainingszeit um rund 1,3 Sekunden, Sarah Toniutti aus der französischen Schweiz folgt ihr auf Platz zwölf im Mercedes-Benz SLS GT3. „Es war cool, ich war ruhiger als heute morgen und habe ein bisschen was ausprobiert, denn ich bin noch nicht schnell genug. Alles läuft top, ich bin zufrieden mit meiner Zeit. Ich bin schon vergangenes Jahr am Red Bull Ring gefahren, aber nur im Training einen Porsche, das kann man nicht vergleichen“, sagt Toniutti, die seit dem zweiten Lauf in Dijon beim DMV GTC dabei ist.

Pech hatte ein weiterer Eidgenosse, Bruno Stucky, ausgerechnet an seinem heutigen Geburtstag, zu dem das Team des DMV GTC natürlich auch herzlich gratuliert: Ein Defekt an der Radnabe des SLS GT3-Sternenkriegers, ein fliegendes Rad, ein Quersteher in der zweiten Runde nach der Start-Ziel-Geraden. Zurück an die Box fahren war auf drei Rädern nicht mehr möglich, so dass das Qualifying mit der roten Flagge abgebrochen werden musste. „Wir haben das auszutauschende Ersatzteil bestellt, es kommt noch heute Abend, aber im zweiten Zeittraining müssen wir natürlich aussetzen“, bedauert Stucky, der ohne gezeitete Trainingsrunden in beiden Rennen von ganz hinten starten muss.

Fürs erste Rennen ebenfalls nicht qualifiziert ist der zweite Exot im Starterfeld, Max Aschoff im Praga R1 Turbo: Eine gebrochene Radaufhängung hat die Jagd nach schnellen Rundenzeiten früh zunichte gemacht. „Wir hatten schon vorher Probleme mit dem ABS. Ich hab’s dann leider übertrieben, die Hinterachse hat überbremst und ich bin auf die Curbs gekommen. Das ist mit einem GT3 kein Problem, nicht jedoch mit dem flacheren Praga“, erläutert Aschoff das frühe Trainings-Aus.

Verantwortlich für den Inhalt: Sylvia Pietzko für Carsten Krome Netzwerkeins

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