Datum: 12.10.2017
Sieg für Carrie Schreiner/Markus Pommer beim Finale DUNLOP 60

Das Siegerpodest mit Marco Seefried, Vadim Kogay, Markus Pommer, Carrie Schreiner, Fabian Plentz und Tommy Tulpe. Sitzend: Frank Aust (Foto: Farid Wagner/Roger Frauenrath)

Carrie Schreiner/Markus Pommer gewinnen mit dem Audi R8 LMS (Aust Motorsport) im DUNLOP 60 (Foto: Farid Wagner/Roger Frauenrath)

Tommy Tulpe und Fabian Plentz (HCB Rutronik Racing) verteidigen mit Platz zwei im Finale ihren Titel im DUNLOP 60 (Foto: Farid Wagner/Roger Frauenrath)

Marco Seefried und Vadim Kogay beim Boxenstopp des Ferrari 488 GT3 (Rinaldi Racing) – am Ende wurde man Dritter (Foto: Farid Wagner/Roger Frauenrath)

Jay Boyd (HCB Rutronik Racing) gewann die Klasse 3 und kam auf Gesamtplatz neun (Foto: Farid Wagner/Roger Frauenrath)

Siegreich in der Klasse 7: Christopher Dupré mit dem Porsche 991 GT3 Cup auf Platz 10 (Foto: Farid Wagner/Roger Frauenrath)

Karlheinz Blessing wurde mit Manuel Lauck im Porsche 991 GT3 Cup Vizemeister (Foto: Farid Wagner/Roger Frauenrath)

Erste Mal dabei: Der Schweizer Urs Furter im SLS, dem ex-Hofor-Racing-Auto. Und auf Anhieb Dritter der Klasse 10 (Foto: Farid Wagner/Roger Frauenrath)

Serienorganisator Ralph Monschauer mit Teamchef Michele Rinaldi von Rinaldi Racing (Foto: Farid Wagner/Roger Frauenrath)

Die Grid Girls vom DUNLOP 60 erwarten das Feld zum Rennen (Foto: Farid Wagner/Roger Frauenrath)
 Der krönende Abschluss des Rennwochenendes und der kompletten Saison DUNLOP 60 fand am 07. Oktober 2017 auf dem Hockenheimring statt. 24 Fahrzeuge standen auf der Starterliste.

Schon beim Qualifying am Freitagnachmittag sahen die Fans bei nasser Strecke spannende Kämpfe um die Führung. Nach 40 Minuten holte sich der amtierende Meister Fabian Plentz die Pole Position vor Markus Pommer. Marvin Dienst stellte den Porsche 991 GT3 R mit Platz drei in die zweite Startreihe. Neben ihm Kenneth Heyer. In der Porsche Cup-Klasse holte sich Manuel Lauck (er wechselte sich ab mit seinem Teamkollegen Karlheinz Blessing) mit dem Porsche 991 GT3 Cup (GetSpeed Performance) Platz 1.

Beim Start zum achten und letzten Saisonlauf am Samstagnachmittag konnte Fabian Plentz im Audi R8 LMS die Führung behaupten. Markus Pommer (Audi R8 LMS) und Marvin Dienst folgten. Auf Schlagdistanz lag Martin Konrad (Lamborghini Huracan GT3). In den ersten Runden lag das Quartett eng hintereinander und Konrad setzte Dienst unter Druck. Nach kurzer Zeit ging der Österreicher dann auch am FIA WEC-Piloten vorbei. Allerdings pilotierte Marvin Dienst sein Auto in der Klasse 8 (mit BoP) und Konrad fuhr in Klasse 10 ohne Restriktor mit voller Leistung. „Da ist der Lamborghini natürlich überlegen“, so Veranstalter Ralph Monschauer.

Dahinter gab es viele Duelle mit weiteren GT3-Autos und dem Praga R1 Turbo von Daniel Keilwitz. In der Porsche-Klasse kam Christoph Dupré immer näher ran und machte so auf sich aufmerksam.

Spannung dann beim Boxenstoppfenster. Im DUNLOP 60 müssen die Teams zwischen der 25. und 35. Rennminute Pflichtboxenstopp. Dabei ist es selbst überlassen, ob man den Fahrer wechselt oder neue Reifen aufzieht. Die Zeit zwischen Boxeneinfahrt und Boxenausfahrt darf jedoch 120 Sekunden nicht unterschreiten. Für jede Sekunde zu wenig erhält man fünf Strafsekunden.

Die meisten Teams spulten ohne größere Probleme ihren Halt ab und gingen wieder raus auf die Strecke. Und in der zweiten Rennhälfte sollte sich einiges verändern.

Tommy Tulpe übernahm das Cockpit von Fabian Plentz, der sich kurz ausruhte und dann den R8 von seinem zweiten Teamkollegen Allgäuer übernahm. Carrie Schreiner bekam den Audi R8 LMS von Markus Pommer. Und mit Marco Seefried sah man im Ferrari 488 GT3 (Rinaldi Racing) einen erfahrenen Piloten, der sich mit dem Russen Vadim Kogay abwechselte.

Die Positionen wechselten nun ständig und in allen Bereichen gab es Kämpfe um jeden Platz. Als dann in der 23. Runde das Safety Car rausmusste, da sich Benni Hey eine Beschädigung zugezogen hatten und unglücklich auf der Strecke stand, rückte das Feld wieder näher zusammen. Aber die Offiziellen der Strecke reagierten schnell und der Porsche wurde umgehend in die Box gezogen.

Der Führende, Tommy Tulpe, im Audi R8 LMS von Rutronik Racing hatte nun Carrie Schreiner von Aust Motorsport hinter sich. Auf Platz drei lag zu diesem Zeitpunkt Michael Joos im Porsche 996 GT3 RSR. Doch Fabian Plentz lauerte dahinter.

Beim Re-Start nutze Tommy Tulpe seine Position, doch Carrie Schreiner ließ sich nicht abschütteln und passte bravourös auf. Und ohne sich lange aufzuhalten, griff die 19-Jährige sofort an und meldete sich formatfüllend im Rückspiegel von Tulpe. Und kurz nach dem ersten Angriff, war es dann soweit. Die Saarländerin setzte sich neben Tommy Tulpe und ging vorbei. Doch der amtierende Meister wusste, dass Carrie ihm in der Meisterschaft nicht gefährlich werden konnte und wollte nichts riskieren. Schließlich ging es bei ihm um wichtige Punkte für das Championat.

Um den letzten Podestplatz wurde es dramatisch. Doch Marco Seefried kam mit 7-Meilen-Stiefeln angeschossen und ließ Fabian Plentz im Klasse 8-Audi keine Chance. Auch hier war der Ferrari dem Audi R8 LMS ultra überlegen, da das Rinaldi-Auto in der Klasse 10 startete. Wertvolle Sekunden verlor Kenneth Heyer, der von Sepp Klüber den Mercedes AMG GT3 (équipe vitesse) übernahm. Er lieferte sich einen schönen Zweikampf mit Suzanne Weidt im pinken Lamborghini Huracan GT3. Beim Anbremsen kam er vorbei, kam aber nicht mehr an Fabian Plentz ran.

Nach 33 Runden und 60 Minuten bestätigte Carrie Schreiner ihre perfekte Leistung bei ihrem ersten Einsatz mit einem GT3 und nach Platz drei im DMV GTC, konnte das junge Talent den Sieg für sich und ihren Teamkollegen Markus Pommer sichern. Stolz natürlich auch Teamchef Frank Aust, der in diesem Jahr schon den zweiten Gaststart in der Serie unternahm und mit Carrie Schreiner ein glückliches Händchen hatte.

Platz drei für Marco Seefried und Vadim Kogay (Ferrari 488 GT3) vor Fabian Plentz/Egon Allgäuer, die den Sieg der Klasse 8 holten. Kenneth Heyer/Sepp Klüber wurden Fünfte und Zweiter der Klasse 8. Rang sechs sicherte sich Suzanne Weidt/Martin Konrad. Siebter wurde Brice Bosi, der mit HTP-Chef Wim de Pundert im Mercedes AMG GT3 unterwegs war. De Pundert, auch ein Stammfahrer im DMV GTC und DUNLOP 60, der auch in der Saison 2018 wieder mit von der Partie sein möchte: „Mir gefällt es hier sehr gut und für mich ist das optimal.“

Die Klasse 7 holte sich schlussendlich doch noch Christoph Dupré, der Unterstützung von seinem Vater Klaus Dupré erhielt. Er gewann vor Moritz Weeber (Porsche 991 GT3 Cup) und dem Duo Klaus Horn/Pablo Briones (Porsche 997 GT3 Cup).

Und auch die Meisterschaft war entschieden. Tommy Tulpe reichte der zweite Platz und das Duo Tulpe/Plentz konnte den Titel verteidigen. Mit fünf Siegen und jeweils einem zweiten und dritten Platz war es verdient. Vizemeister wurden Manuel Lauck/Karlheinz Blessing, die stark unterwegs waren aber durch den Ausfall in Zolder am vorletzten Wochenende im Nachhinein entscheidende Punkte verloren. Platz drei sicherte sich noch Benni Hey vor Max Aschoff und Suzanne Weidt.

„Eine starke Leistung vom ganzen Team“, erklärte Tommy Tulpe auf der Meisterfeier. „Unser Auto hat super funktioniert und obwohl wir kurz vor Schluss noch den Sieg im DUNLOP 60 verloren haben, können wir unter dem Strich mit dem Wochenende und der ganzen Saison zufrieden sein. Es hätte für uns kaum besser laufen können.“

Und auch Veranstalter Ralph Monschauer war zufrieden mit der Saison: „Hockenheim war ein toller Abschluss. Es gab keine größeren Probleme und die Teams waren zufrieden. Jetzt gehen wir in die Winterpause und kehren im April 2018 in die Saison zurück. Die neue Saisonplanung ist so gut wie abgeschlossen und der Terminkalender wird in nächster Zeit veröffentlicht.“

Top 10 Meisterschafts-Endstand DUNLOP 60
1. Tommy Tulpe / Fabian Plentz
Audi R8 LMS
158 Punkte

2. Karlheinz Blessing / Manuel Lauck
Porsche 991 GT3 Cup
118,25 Punkte

3. Benni Hey
Porsche 991 GT3 R
101 Punkte

4. Max Aschoff
Praga R1 Turbo
88,50 Punkte

5. Suzanne Weidt
Lamborghini Huracan GT3
82 Punkte

6. Egon Allgäuer
Audi R8 LMS ultra
80,75 Punkte

7. Thomas Langer
Porsche 991 GT3 Cup
78 Punkte

8. Martin Konrad
Lamborghini Huracan GT3
70 Punkte

9. Fabian Plentz
Audi R8 LMS ultra
68.75

10. Josef Klüber
Mercedes-AMG GT3
61 Punkte

(insgesamt waren 62 Fahrer in der Wertung)
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